Das Verwaltungsgericht Linköping hat eine Geldstrafe in Höhe von 8 Millionen SEK, die die schwedische Glücksspielbehörde gegen LeoVegas verhängt hatte, aufgehoben. Die am 12. Juni ergangene Entscheidung hebt die im März 2025 verhängte Strafe in Bezug auf die verantwortungsvollen Glücksspielpraktiken des Betreibers auf.
Regulatorische Überprüfung und Verteidigung des Betreibers
Die Spelinspektionen hatte die Strafe ursprünglich am 25. März 2025 nach einer Überprüfung der Roar Vegas-Operationen im ersten Quartal 2024 verhängt. Die Aufsichtsbehörde untersuchte 12 Kundenkonten und konzentrierte sich dabei auf Spieler mit hohen Verlusten im Alter von 18 bis 24 Jahren sowie über 25 Jahren. Die Behörden identifizierten drei Konten mit Einzahlungslimits zwischen 100.000 und 300.000 SEK und führten schnelle Transaktionsaktivitäten sowie lange Sitzungszeiten als Anzeichen für exzessives Glücksspiel an.
Die Aufsichtsbehörde kam zu dem Schluss, dass der Betreiber diesen Nutzern nicht rechtzeitig Hilfe leistete.
LeoVegas legte gegen die Entscheidung Widerspruch ein und argumentierte, dass seine Überwachungssysteme problematisches Verhalten erfolgreich durch automatisierte Warnungen und manuelle Eingriffe erkannten und steuerten. Der Betreiber führte aus, dass hohe Aktivitätsniveaus für Sportwetter typisch sind und nicht automatisch auf Glücksspielprobleme hinweisen.
Das Gericht stimmte der Einschätzung des Betreibers zu und stellte fest, dass die behördliche Sanktion nicht durch die Beweise gestützt wurde. Folglich wurde die Geldstrafe in Höhe von 8 Millionen SEK vollständig zurückgezogen.
Diese Entscheidung fällt in eine Zeit sich entwickelnder Vorschriften in Schweden, wo legislative Änderungen bezüglich der Verarbeitung personenbezogener Daten am 1. Juni 2024 in Kraft traten. Aktuelle Daten zeigen einen Rückgang der Prävalenz von Glücksspielsucht im Land, die von 2,2 % in den Jahren 2008–2009 auf 1,3 % im Jahr 2021 gesunken ist.