Google hat ein Verbot von Browser-Erweiterungen angekündigt, die Echtgeld-Vorhersagemärkte im Chrome Web Store ermöglichen. Die Richtlinie tritt am 1. August in Kraft und betrifft Tools, die mit Plattformen wie Kalshi und Polymarket verknüpft sind.
Diese Erweiterungen zeigen in der Regel Echtzeit-Vertragspreise an, senden Benachrichtigungen oder vereinfachen die Auftragsausführung beim Surfen. Die aktualisierten Developer Program Policies verbieten explizit Produkte, die Echtgeld-Transaktionen auf Vorhersageergebnisse ermöglichen. Simulierte Versionen ohne Geldpreise können jedoch weiterhin verfügbar sein, sofern sie klar angeben, dass Nutzer kein echtes Geld gewinnen können.
Datenschutz und regulatorischer Kontext
Google verschärft gleichzeitig die Regeln zur Datenerfassung. Erweiterungen dürfen nun nur die Informationen sammeln, die für ihre Kernfunktion erforderlich sind. Entwickler müssen offenlegen, welche Daten erfasst werden, den Verwendungszweck, Weitergabeprozesse und Aufbewahrungsfristen.
Künftige Änderungen dieser Praktiken erfordern eine direkte Kommunikation mit den Nutzern. In einer Google-Aussage wurde betont, dass der Aufbau von Nutzervertrauen von größter Bedeutung ist und strengere Mindeststandards sicherstellen, dass der Store eine sichere Plattform bleibt.
Die Aktualisierung fällt mit einer verstärkten regulatorischen Prüfung zusammen, ob Event-Verträge als Finanzinstrumente oder Glücksspielprodukte einzustufen sind. Diese Richtlinenänderung betrifft nicht die Google Finance-Integration, die seit November 2025 Quoten von Kalshi und Polymarket neben traditionellen Marktdaten anzeigt.