Neun europäische Glücksspielbehörden haben am Mittwoch eine koordinierte Initiative zur Regulierung nicht lizenzierter Vorhersagemarktplattformen auf dem gesamten Kontinent angekündigt. Die gemeinsame Maßnahme stimmt mit der bevorstehenden FIFA-Weltmeisterschaft 2026 überein und richtet sich an Anbieter, die wetterbasierte Wetten ohne lokale Lizenzen anbieten.
Regulatorische Bedenken und Verbraucherschutz
Europäische Regulierungsbehörden klassifizieren Vorhersagemärkte als nicht lizenziertes Glücksspiel, im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten, wo Plattformen als Finanzinstrumente diskutiert werden. Die Behörden hoben Risiken für den Verbraucherschutz und die Marktintegrität hervor, insbesondere im Hinblick auf den kontinuierlichen Plattformzugang ohne obligatorische Einsatzlimits oder obligatorische Pausen. Die Beamten wiesen auch auf unzureichende Alters- und Identitätsverifizierungsverfahren bei nicht lizenzierten Diensten hin, die die Exposition für jüngere Teilnehmer erhöhen. Die Regulierungsbehörden rieten Sportverbänden, Ligen und Vereinen außerdem, den rechtlichen Status von Vorhersamarkt-Partnern vor dem Abschluss von Sponsoring- oder Handelsvereinbarungen zu bestätigen.Die Aufsichtsbehörden haben sich verpflichtet, Daten auszutauschen und die Überwachung der Werbestandards und der Wettintegrität während der gesamten Veranstaltung zu koordinieren. Geplante Maßnahmen umfassen Aufklärungskampagnen, formelle Warnungen, Geldbußen, Werbebeschränkungen, Kontosperrungen und Serviceblockaden. Diese Maßnahmen zielen speziell auf Unternehmen ab, die sich auf Offshore- oder dezentrale Kryptowährungs-Lizenzen stützen.
Die spanische Dirección General de Ordenación del Juego (DGOJ) hat im vergangenen Monat eine vorübergehende Blockade von Polymarket und Kalshi eingeführt, nachdem festgestellt worden war, dass beide Plattformen ohne die erforderlichen Verwaltungslizenzen operierten. Ähnliche Geoblocking-Verfahren wurden in anderen Regionen angewendet, um den Zugang zu nicht lizenzierten Diensten einzuschränken.